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Historische Mythenbildung als Grundlage nationaler Geschichtslehrbücher postsowjetischer Staaten.


Ein Vergleich von Geschichtslehrbüchern in Russland, Estland und Lettland Hachtmann, Rüdiger Erforscht wurden nationale Geschichtslehrbücher in Russland, Lettland und Estland, in denen die historischen Ereignisse um die russische Revolution im 20. Jahrhundert dargestellt werden. Historische Mythenbildung soll dabei die Grundlage der Darstellung bilden, um ein möglichst aussagekräftiges und umfassendes Gesamtbild zu entwickeln. Das Buch zeigt, dass die Lehrbücher allesamt durch nationalhistorisch geprägte Beschreibungen ihrer Vergangenheit gekennzeichnet sind, die jedoch unterschiedlich intensiv ausgeprägt sind. Series: Shared History: Societies and Cultures in Contact 144,95 € / $208.50 / £131.50* Add to Cart eBook (PDF) Reprint 2016 Publication Date: June 2008 Copyright year: 2008 ISBN 978-3-11-020518-4 See all formats and pricing eBook (PDF) ISBN 978-3-11-020518-4 List price € [D] 144.95* RRP US$ 208.50 / GBP 131.50* Hardcover ISBN 978-3-11-020027- 1 List price € [D] 144.95* RRP US$ 208.50 / GBP 131.50* - Print Flyer - Recommend to Librarian Overview Aims and Scope Die Geschichte eines Staates ist eng mit seiner Identität verknüpft. Geschichtslehrbücher dienen der Vermittlung der kollektiven Erinnerung und sind damit einerseits ein Instrument zur Identitätsstiftung und -verstärkung, andererseits aber auch Quelle politischer Legitimierung. In geschichtspolitischen Auseinandersetzungen wird der Gebrauch des nationalen Geschichtsbewusstseins als Waffe benutzt, um Herrschaftsansprüche im politischen Bereich zu legitimieren. Nicht zuletzt dient das Geschichtsbild als Bindungsfaktor für die Gesellschaft: je mehr historische Ereignisse und Entwicklungen in den Schulen aufgegriffen und zugleich ein positives Geschichtsbild transportiert wird, umso eher wird die Gesellschaft bereit sein, sich hinter die gemeinsame Sache zu stellen. Im Zuge der politischen Umwälzungen in den baltischen Staaten in den 1990er Jahren wurden die nationalen Geschichtsbücher grundlegend verändert und der damaligen Geschichtspolitik entsprechend angepasst. In den russischen Schulen Russlands hingegen, dominierte auch nach dem Zerfall der Sowjetunion die These, dass es sich beim 20. Jahrhundert um eine russische Jahrhundertwende handelt. Das Besondere an dieser Studie bilden zum einen die Textanalysen der jeweiligen Geschichtslehrbücher, zum anderen die Darstellungen der Geschichtswissenschaft und -didaktik der einzelnen Staaten. Details More ... Comments (0)